Lego Investments – Mit Lego-Sets 240 % Rendite erzielen

In Lego investieren Lego-Sets

Es ist wieder Zeit für ein kleines Lego-Investment-Update. Wenn ihr meinen Blog regelmäßig verfolgt, dann wisst ihr, dass ich seit ein paar Jahren Lego für mich als Investmentmöglichkeit entdeckt habe. Es bewegt sich natürlich nur in einem ganz kleinen Rahmen, aber ich wollte es zumindest ausprobieren, was man so mit Lego an Rendite erreichen kann. Ich bin alles andere als ein Lego-Experte. Vielmehr möchte ich das Investment aus einer Laiensicht als Selbstversuch zeigen.

Ich habe im Juli und August nun drei Lego-Sets verkauft. In diesem Beitrag werde ich euch detailliert alle Zahlen darlegen, sodass ihr einen Einblick in erzielbare Renditen bekommen könnt.

 

Mein Lego Portfolio

Bevor ich nun aber zu meinen Verkäufen komme, solltet ihr zunächst mein Portfolio anschauen, das ich in den folgenden drei Beiträgen aufgeführt habe. Dort sind alle meine Käufe mit den jeweiligen Einkaufspreisen angegeben.

Lego als Geldanlage

In Lego investieren – Neue Zukäufe und ein Verkauf

Mein Lego-Investment – Neue Zukäufe

 

Verkaufskanäle für Lego-Sets

Alle drei Sets habe ich über Amazon verkauft. Amazon ist ein guter Verkaufskanal, wenn man den maximalen Preis erzielen möchte. Amazon hat allerdings auch einige Schranken für Verkäufer. So lassen sich manche Lego-Sets nur mit einer Freischaltung von Amazon einstellen. Diese ist jedoch an hohe Hürden gekoppelt. So muss man z.B. einen Nachweis von regelmäßigen Umsätzen im Bereich Spielzeug vorweisen. Das soll man mit Kaufbelegen von Händlern nachweisen, die allerdings nicht älter als 90 Tage sein dürfen.

Jedoch sollte man nicht blind alles auf Amazon einstellen, denn die Verkaufsgebühren sind extrem hoch und es lohnt sich unter Umständen ein Vergleich mit eBay oder eBay-Kleinanzeigen. Dort sind zwar die Verkaufspreise meistens niedriger, jedoch schlagen die Verkaufsgebühren nicht so hoch ins Gewicht. So kann man hier in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zu 1-5 Euro Verkaufsgebühren auch hochpreisige Produkte verkaufen.

Bei eBay-Kleinanzeigen gibt es sogar gar keine Verkaufsgebühren. Hier ist es allerdings oft nervig zu verkaufen, weil die Käufer überwiegend nicht zuverlässig sind. Kaufzusagen werden auf dieser Plattform regelmäßig nicht eingehalten und man muss sich oft mit dämlichen Interessenten auseinandersetzen. Getreu dem Motto: „Hey, was ist letzter Preis?“.

 

Meine verkauften Lego-Sets

Kommen wir nun aber zu dem Hauptgrund dieses Artikels, nämlich meinen verkauften Lego-Sets und den dazugehörigen Renditen.

 

1. Lego-Set

Mein erstes Lego-Set war Ninjago City (70620)*, welches ich am 11.07.2020 veräußert habe. Davor hatte ich das Set etwa zwei Wochen auf der Plattform online. Das dachte ich zumindest. In Wahrheit war mein Angebot eine unbestimmbare Zeit lang deaktiviert und somit gar nicht für den Verkauf sichtbar. Warum das so war, kann ich nicht sagen. Vielleicht habe ich es aus Versehen deaktiviert oder aber Amazon hat es aus mir nicht bekannten Gründen getan. Als ich diesen Umstand wahrgenommen hatte, habe ich das Set wieder online gestellt und dann hat der Verkauf auch nur noch einen Tag gedauert.

Mein Verkaufspreis lag bei 524,99 €. Das war ein paar Euro unter dem sonst günstigsten Angebot. Das mache ich eigentlich grundsätzlich so, denn ansonsten würde der Verkauf wohl eher zäh von statten gehen. Abzüglich der Verkaufsgebühren, Versandkosten und des Einkaufspreises bleibt folgendes über

Verkaufspreis:

524,99 €

Verkaufsgebühren:

78,75 €

Versandkosten:

5,99 €

Einkaufspreis:

209,99 €

Gewinn:

230,26 €

Rendite:

110 %

Das Lego-Set habe ich im November 2019 gekauft und nun im Juli 2020 verkauft. In acht Monaten habe ich also eine Rendite von ca. 110 % erwirtschaftet. Interpoliert man die Rendite auf zwölf Monate, so ergibt sich eine jährliche Rendite von ca. 165 %. Das ist schon ein wahrer Renditetraum.

 

2. Lego-Set

Das zweite Set war die Lego Creator Steine Bank (10251)*, welches ich am 15.07.2020 verkauft hatte. Auch dieses Set ist nach nur einem Tag verkauft worden.

Verkaufspreis:

474,99 €

Verkaufsgebühren:

71,25 €

Versandkosten:

5,99 €

Einkaufspreis:

116,99 €

Gewinn:

280,76 €

Rendite:

240 %

Das Lego-Set habe ich im Januar 2018 gekauft. Somit sind die 240 % Rendite verteilt auf 2,5 Jahre. Das macht eine jährliche Rendite von 96 %.

 

3. Lego-Set

Das letzte Set war die Lego Star Wars – Rebel Combat Frigate (75158)*. Ich habe es am 23.08.2020 ebenfalls innerhalb eines Tages auf Amazon verkauft. Kommen wir nun aber zu den Zahlen für dieses Lego-Set:

Verkaufspreis:

199,00 €

Verkaufsgebühren:

29,85 €

Versandkosten:

5,99 €

Einkaufspreis:

71,99 €

Gewinn:

91,17 €

Rendite:

127 %

Dieses Set war eines meiner ersten überhaupt. Ich habe es im Oktober 2017 im damaligen Galeria Kaufhof Online-Shop gekauft, der heute Galeria.de heißt. Die Haltedauer war somit 34 Monate. Rechnet man es auf einen 12-Monats-Zeitraum herunter, so ergibt sich eine durchschnittliche jährliche Rendite von immerhin fast 45 %.

  

Zeitaufwand pro Lego-Set

Um ein bisschen den Zeitaufwand greifbarer zu machen, will ich es mal kurz skizzieren, wie hoch meiner pro Lego-Set ungefähr war. Um ein gutes und rentables Set zu finden, würde ich eine Stunde ansetzen. Bei manchen Sets ein bisschen mehr, bei anderen aber auch deutlich weniger, nämlich wenn man über Empfehlungen von anderen Lego-Investoren darauf gestoßen wird. Dann braucht man vielleicht nur noch ein paar Minuten für den Kaufvorgang aufwenden.

Der nächste Zeitfaktor ist das Erhalten des Lego-Sets und die richtige Lagerung sowie die Katalogisierung. Auch dafür gehen pro Set ein bisschen Zeit drauf. Je nach Set und Platz, muss ich es auspacken und in eine Folie oder Müllbeutel einwickeln und ggf. ein wenig umräumen. Dann muss ich es in meinen Bestand aufnehmen. Hierfür setze ich einfach mal 30 Minuten an.

Beim Verkauf kann man schon deutlich mehr Zeit aufwenden. Kann man über Amazon verkaufen, so muss man zwar nicht einmal einen Verkaufstext schreiben, allerdings muss man das Set nach dem Verkauf noch verpacken (ich nehme in der Regel die Versandkartons in denen ich es erhalten hatte), frankieren und zur Post bringen. Verkauft man jedoch über eBay-Kleinanzeigen, Facebookgruppen oder eBay, so muss man in der Regel ein paar Minuten mehr dafür investieren. So muss man dann Bilder machen und eine kleine Beschreibung dazu schreiben. Ich würde für den gesamten Verkaufsprozess insgesamt eine Stunde ansetzen.

Somit kommt man grob über den Daumen mit einem Zeitansatz von 2,5 Stunden pro Lego-Set gut hin. Zumal solche Tätigkeiten wie das Paket auf den Versandweg zu bringen, sich auch verkürzen lassen. Ich kann z.B. meine Pakete auch bei meiner DHL-Paketbotin an meiner Haustür abgeben, sofern ich es bereits frankiert habe. Auch fahre ich fast jeden Tag an einer DHL-Partnerfiliale vorbei, sodass ich nur wenige Sekunden (Abgabe bei der DHL-Botin) bis wenige Minuten (Anhalten an der DHL-Filiale) an Zeitaufwand habe.

 

Mein Fazit

Man weiß erst, ob ein Investment erfolgreich war, wenn man es monetarisiert hat. Alles davor sind Luftschlösser und virtuelle Buchgewinne. Daher wollte ich auch nun meine ersten Buchgewinne realisieren, um meine Beobachtungen bei der Wertentwicklung meiner Lego-Sets mit Fakten zu untermauern.

Die Renditen, die ich mit diesen Sets erwirtschaftet habe, können sich meiner Meinung nach wirklich sehen lassen. Würde man in irgendeiner Onlinewerbung etwas von 45 – 165% jährlicher Rendite lesen, wäre man wohl schnell geneigt zu sagen, dass es eine unseriöse Geschichte sein muss. In aller Regel stimmt es wahrscheinlich auch. In diesem Fall jedoch kann man sehen, dass es keineswegs unseriös ist. Es ist nicht einmal kompliziert oder mit hohen Hürden versehen solche Renditen einzufahren. Das einzige, was man benötigt ist ein wenig Zeit/Geduld, Kapital und Lagerfläche.

Vergleicht man nun das Lego-Investment mit anderen Investmentarten, so braucht es sich keines Wegs zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Zwar sind Lego-Investments vielleicht zeitaufwendiger als z.B. Aktien, allerdings auch nicht aufwendiger als z.B. Immobilien. Dafür fährt man aber auch verhältnismäßig hohe Renditen ein. Im Endeffekt muss jeder für sich selber entscheiden, ob ihm diese Art von Aufwand es wert ist solche Renditen einzufahren. Natürlich muss man auch sagen, dass die prozentuale Rendite hoch ist, man allerdings pro Lego-Set in absoluten Zahlen eher geringe Erträge einfährt. Somit muss ein hoher Umschlag für hohe absolute Erträge erfolgen. Es kann sich aber durchaus lohnen.

Wenn ihr mich auf meinem Weg begleiten wollt, ob in Bezug auf Lego-Investments, Immobilien, Aktien oder anderen Geldanlagen, so könnt ihr das entweder über diesen Blog direkt tun oder aber über die folgenden Kanäle:

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2 Kommentare

  1. Ich feier das mega. Ich meine das ist Lego, damit sollte man spielen. Aber solange es ein Angebot und Nachfrage gibt. So könnte man beispielsweise ja fast ein Unternehmen drauf aufbauen. Aber die Rendite ist schon sehr nett. Da gibt es noch eine Dame die ebenfalls Lego kauft/verkauft, die hat auch bis jetzt gute Ergebnisse erzielt.
    Ich glaube ich würde die Sets selber auspacken und aufbauen, bleibe lieber bei Aktien 😀

    • Moin Alexander,

      danke für dein Feedback. In der Tat kann man daraus ein Unternehmen machen. Machen auch einige schon. Ich bin tatsächlich auch am Überlegen es größer aufzuziehen als momentan. Wenn man z.B. sagt, dass man pro Set im Schnitt mindestens 100 Euro Gewinn vor Steuern macht und jeden Tag ein bis zwei Sets im Durchschnitt verkauft, dann ist es ein nettes Nebeneinkommen mit einem Zeitansatz von vielleicht 2-3 Stunden täglich im Durchschnitt (also für Ein- und Verkauf). Dazu bräuchte man natürlich ein schon deutlich größeres Lager als ich es momentan (auf dem Schlafzimmerschrank) habe. Allerdings wäre das nicht das Problem bei mir, denn ich habe noch eine komplett leere Einliegerwohnung, die ich zum Teil als Lager nutzen könnte. Das einzige, was mich abschreckt ist eben der Zeitaufwand. Vielleicht wäre es ein schönes erstes gemeinsames Projekt für meinen 19-jährigen Sohn und mich.

      Schöne Grüße
      Eduard

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